Dabei erläuterte er die zunehmenden Herausforderungen für heimische Wildarten durch sogenannte Faktorenkrankheiten. Diese entstehen durch das Zusammenwirken mehrerer Belastungsfaktoren, insbesondere steigender Durchschnittstemperaturen, längerer Vegetationsperioden, erhöhten Parasitendrucks sowie zusätzlicher Stressfaktoren.
Ein weiterer Schwerpunkt lag auf neu auftretenden bzw. sich ausbreitenden Krankheiten. Anhand aktueller Beispiele wie dem Amerikanischen Riesenleberegel und der Afrikanischen Schweinepest wurden deren Auswirkungen auf Wildtierbestände sowie wichtige Merkmale und Symptome vorgestellt. Dabei wurde deutlich, welche Bedeutung eine frühzeitige Erkennung und konsequente Beobachtung des Wildes für die Wildtiergesundheit haben.
Der Vortrag bot allen teilnehmenden Klassen einen wertvollen Einblick in aktuelle Entwicklungen der Wildtiermedizin und vermittelte praxisnahes Wissen, das für die spätere jagdliche Tätigkeit von großer Bedeutung ist. Die anschaulichen Beispiele und die langjährige Erfahrung des Referenten machten die Veranstaltung zu einem erheblichen Wissensgewinn für alle Anwesenden.