Innovative Projekte beim Hackathon

Unter dem Motto „Vielfalt braucht Bewirtschaftung“ nahmen Schülerinnen und Schüler der Klassen 4B und 2AL der Forstschule, begleitet von Frau Prof. Gailberger und Herrn Prof. Kletzmayr, an einem Hackathon teil. Ziel der Veranstaltung war es, kreative Ideen und Lösungsansätze rund um die nachhaltige Bewirtschaftung des Waldes sowie die Vermittlung seiner vielfältigen Funktionen zu entwickeln.

Insgesamt wurden sechs Projekte über den Zeitraum von mehreren Wochen erarbeitet und anschließend einer Fachjury an der TU Graz präsentiert. Die Vorstellung der Arbeiten erfolgte zunächst im Rahmen einer mehrminütigen Präsentation. Im Anschluss daran hatten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer die Möglichkeit, ihre Konzepte in einer fachlichen Diskussion mit der Jury zu erläutern, Fragen zu beantworten und ihre Ideen weiter zu vertiefen. 

Die eingereichten Projekte zeigten die große Bandbreite der Themen, mit denen sich die Forstschülerinnen und Forstschüler auseinandergesetzt hatten. Ein Projekt stellte eine bereits abgeschlossene Diplomarbeit zur Bewertung von Raufußhuhnbiotopen unter Berücksichtigung des Prädationsdrucks auf Bodenbrütergelege dar. Die Arbeit liefert wichtige Erkenntnisse für den Schutz sensibler Arten und die Gestaltung geeigneter Lebensräume. 

Ein weiteres Projekt basierte auf einer laufenden Diplomarbeit zur Erfolgsevaluierung von Saatmaßnahmen auf Kalamitätsflächen. Dabei steht die Frage im Mittelpunkt, wie geschädigte Waldflächen erfolgreich wiederbewaldet und langfristig stabilisiert werden können. 

Auch kreative Vermittlungsansätze waren vertreten: Ein Drehbuch zum Thema „Gefahren im Wald“ widmet sich der Bewusstseinsbildung und der sicheren Nutzung des Waldes. Von einer anderen Arbeitsgruppe wurde ein waldpädagogischer Medienkoffer entwickelt, der unterschiedliche Waldfunktionen anschaulich vermitteln und insbesondere bei Bildungsmaßnahmen von Kindern zum Einsatz kommen soll. 

Besonders innovativ präsentierte sich die KI-Figur „Waldi“, die an die bekannte Kultfigur „Helmi“ angelehnt ist. „Waldi“ soll Waldbesucherinnen und Waldbesucher in Social Media tauglichen Kurzvideos auf moderne und verständliche Weise über richtiges Verhalten im Wald informieren. 

Abgerundet wurde die Projektvielfalt durch das Brettspiel „Tour de Natur“. Dieses sensibilisiert spielerisch für die unterschiedlichen Ansprüche und Nutzungsformen des Waldes und zeigt auf, dass Erholungs-, Wohlfahrts-, Schutz- sowie Lebensraumfunktion und nachhaltige Nutzung nur durch ein Miteinander aller Interessensgruppen in Einklang gebracht werden kann. 

Die Teilnahme am Hackathon bot den Forstschülerinnen und Forstschülern eine wertvolle Gelegenheit, ihr Fachwissen mit Kreativität und Innovation zu verbinden. Die Entscheidung der Fachjury wird mit großer Spannung erwartet.

Veröffentlicht am 23.06.2026

Kontakt

Dipl.-Ing. Kevin Kletzmayr, BEd BSc Lehrer
Dr. Th.-Körner-Straße 44
8600 Bruck an der Mur
Österreich