Die Schülerinnen und Schüler erhielten dabei einen eindrucksvollen Einblick in die vielfältigen Aufgaben des Forsttechnischen Dienstes für Wildbach- und Lawinenverbauung sowie in die Bedeutung nachhaltiger Schutzmaßnahmen im alpinen Raum.
Besonders Starkregenereignisse und Murenabgänge stellen in Gebirgsregionen eine große Herausforderung dar. Anhand praktischer Beispiele erfuhren die Schülerinnen und Schüler, wie rasch sich kleine Gerinne in gefährliche Wildbäche verwandeln können und welche Auswirkungen dies auf Siedlungen, Straßen und die Natur haben kann.
Ein besonderer Schwerpunkt lag auf der Verbauung des Walchenbachs mit einem Einzugsgebiet von ca. 38km² nach dem schweren Wildbachereignis im Jahr 2017. Die Experten erläuterten, welche Schutzmaßnahmen seitdem umgesetzt wurden, um die Bevölkerung und Infrastruktur besser zu schützen. Beeindruckend war vor allem die Kette von Filter- und Sortierbauwerken mit einem insgesamten Fassungsvermögen von rund 80.000 m³. Der Querschnitt des Walchenbachs am Ende der Querbauwerke ist darauf ausgelegt, einen Abfluss von bis zu 100 m³ pro Sekunde sicher zu bewältigen.
Ebenso interessant waren die Informationen zur Schutzwaldbewirtschaftung. Die Klasse lernte, wie wichtig gesunde und stabile Wälder für den Schutz vor Naturgefahren sind. Schutzwälder verhindern Erosion, bremsen Muren und tragen dazu bei, Wassermassen zurückzuhalten. Damit wurde deutlich, dass technischer Schutz und nachhaltige Waldbewirtschaftung eng zusammenhängen.
Die Exkursion bot nicht nur viele neue Erkenntnisse, sondern machte auch bewusst, wie wichtig verantwortungsvoller Umgang mit Natur und Umwelt ist. Ein herzlicher Dank gilt dem Team der Gebietsbauleitung Steiermark Nord des Forsttechnischen Dienstes für Wildbach- und Lawinenverbauung unter der Leitung von DI Markus Mayerl für die interessante Gestaltung dieses lehrreichen Tages.