Ziel dieser Veranstaltung war es, den Schülerinnen und Schülern einen realitätsnahen Einblick in die Vorgänge nach einem Schuss auf Wild zu ermöglichen. Dabei stand insbesondere die richtige Beurteilung von Anschusszeichen wie Schweiß, Knochensplittern, Schnitthaar, Rückenmark, Kugelriss und weiteren Pirschzeichen im Mittelpunkt. Aus den gewonnenen Erkenntnissen sollten Rückschlüsse auf den Treffersitz gezogen und daraus die notwendigen Maßnahmen für eine erfolgreiche und waidgerechte Nachsuche abgeleitet werden.
Damit die verschiedenen Situationen möglichst authentisch dargestellt werden konnten, waren im Vorfeld umfangreiche Vorbereitungen erforderlich. Neben der Einrichtung und Absicherung der einzelnen Seminarbereiche wurden Anschusstafeln vorbereitet und ein Stück Rehwild in einer speziellen Vorrichtung positioniert. Durch gezielte Schüsse mit unterschiedlichen Trefferlagen – darunter Äser-, Lauf-, Blatt- und Weidwundschüsse – konnten die daraus resultierenden Anschussbilder erzeugt und anschließend gemeinsam mit den Referenten analysiert werden. Die Schülerinnen und Schüler der Klassen 1AL, 4A und 4B erhielten dabei wertvolle praktische Erfahrungen und konnten ihr Wissen über die waidgerechte Behandlung von Wild nach dem Schuss vertiefen.
Ein weiterer Schwerpunkt des Seminars lag auf der Veranschaulichung der Geschosswirkung. Mithilfe von Demonstrationsschüssen auf einen mit Wasser gefüllten Behälter sowie eine Wassermelone wurde die Wirkung von Büchsengeschossen und die dabei auftretende hydrodynamische Druckwelle eindrucksvoll sichtbar gemacht. Die deutlichen Auswirkungen der Geschossdeformation sorgten bei den Teilnehmerinnen und Teilnehmern für Staunen.
Nach einem lehrreichen und abwechslungsreichen Seminartag ließ die gemeinsame Grillerei auf der Fleischhackeralm die Veranstaltung in gemütlicher Atmosphäre bei fachlichen Diskussionen ausklingen.