Besinnliche Weihnachtsgrüße

Mit diesem Gedicht wollen wir vom Fachbereich Religion allen, die in diesen herausfordernden Zeiten schulisches Leben gestalten, ein gesegnetes, schönes und friedliches Weihnachtsfest wünschen.

Über die Geduld

Man muss den Dingen
die eigene, stille
ungestörte Entwicklung lassen,
die tief von innen kommt
und durch nichts gedrängt
oder beschleunigt werden kann,
alles ist austragen – und
dann gebären…

Reifen wie der Baum,
der seine Säfte nicht drängt
und getrost in den Stürmen des Frühlings steht,
ohne Angst,
dass dahinter kein Sommer
kommen könnte.

Er kommt doch!

Aber er kommt nur zu den Geduldigen,
die da sind, als ob die Ewigkeit
vor ihnen läge,
so sorglos, still und weit…

Man muss Geduld haben

Mit dem Ungelösten im Herzen,
und versuchen, die Fragen selber lieb zu haben,
wie verschlossene Stuben,
und wie Bücher, die in einer sehr fremden Sprache
geschrieben sind.

Es handelt sich darum, alles zu leben.
Wenn man die Fragen lebt, lebt man vielleicht allmählich,
ohne es zu merken,
eines fremden Tages
in die Antworten hinein. (Rainer Maria Rilke)

___________

 

Wir hoffen, dass die Wochen der Weihnachtszeit für alle eine erholsame und gute Zeit sein können. Und natürlich freuen wir uns auf ein Wiedersehen im neuen Jahr. Eke KANDUTH, Marion SUDY, Ewald PRISTAVEC und Rudi WARON.

 

Veröffentlicht am 18.12.2020

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