2A Exkursion zum Steyr Mannlicher-Werk und zu "Alpenkaviar"

Zum Ende des Schuljahres brach die jagdlich interessierte 2A unter der Führung von FL ZEINER und Prof. KLETZMAYR zu einer äußerst spannenden Exkursion auf.

Bereits um 7.15 Uhr starteten wir bei schönem Wetter und fuhren zum Steyr Mannlicher-Werk in die Nähe von Steyr. Vor Ort genossen wir zunächst einen kurzen Einblick in die lange Geschichte des Unternehmens und besichtigten den historischen Waffensaal, der 2004 an den neuen Standort mitübersiedelt und originalgetreu wiederaufgebaut wurde. Dort wurden uns sowohl historische Waffen als auch die aktuellen Modelle gezeigt. Die Bandbreite der ausgestellten Waffen reicht von den ersten Vorderladern des Unternehmens über Kriegswaffen aus beiden Weltkriegen bis hin zu modernsten Scharfschützengewehren. Natürlich war die Geschichte des Unternehmens stets eng mit den militärischen Auseinandersetzungen Österreichs verbunden.

Anschließend wurden wir in zwei Gruppen aufgeteilt, um nun auch die Produktionshallen zu besichtigen. Wir konnten dabei den gesamten Entstehungsprozess eines Gewehres von der Fertigung des Laufs bis hin zum Schäften und schließlich dem Beschuss verfolgen und bekamen viele interessante Einblicke in die Herstellung der einzelnen Teile. Nach der Führung wurden wir schlussendlich noch auf etwaige Metallteile durchleuchtet, bevor wir zum Mittagessen zur Raststation in St. Pankraz fuhren.

Nach dem Mittagessen fuhren wir zu dem nur 10 min von der Raststation entfernten Betrieb „Alpenkaviar“, der sich auf die Mast verschiedener Störarten und die Kaviarproduktion spezialisiert hat. Dort wurden uns zuerst die Störe in ihren Teichen gezeigt und die verschiedenen Arten vorgestellt. Einst waren Störe über die gesamte Nordhalbkugel verbreitet, mit der Regulierung der Flüsse und dem Bau von Wasserkraftwerken erloschen jedoch die meisten Vorkommen, da die Fische nicht mehr zu ihren Laichgründen wandern konnten. Ein weiterer Grund für das Aussterben vieler Störarten ist die Überfischung der Bestände für die Kaviarproduktion und Fleischgewinnung. Heute findet man in Österreich nur noch den Sterlet, es gibt jedoch Bemühungen zur Wiederansiedelung.
Nach dem Besichtigen der Teiche durften wir verschiedene Fischpasteten probieren und schließlich noch Störfleisch und echten Kaviar verkosten, was wohl eine einmalige Gelegenheit darstellte. Kaviar wird am Markt mit Kilopreisen von bis zu 1600€ gehandelt. Nach dem Verkosten des Kaviars bedankten wir uns noch für den interessanten Einblick in diesen einzigartigen Betrieb und traten wieder die Heimreise an.

 

Text: Gissing Gabriel und Ertl Elias (2A)

Fotos: KLE

Veröffentlicht am 03.07.2018

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