Berufsbild
Das Berufsbild des Försters unterliegt einem ständigen Wandel.
Der Präsident des österreichischen Forstvereins FD Forstrat h.c. Dipl.-Ing. Bertram Blin wies in seiner Grußbotschaft im Rahmen der 100-Jahr-Feier auf die große Verantwortung des Försters hin, die bereits vor 100 Jahren mit dem Begriff der Nachhaltigkeit bestens beschrieben wurde. "Wir leben von der Vergangenheit und arbeiten für die Zukunft" - war und ist eine im Wirtschaftsleben exotische Berufseinstellung, für die ständig um Verständnis geworben werden muss. Auch heute gilt für den österr. Forstverein als vorrangiges Ziel der Ausbildung das Erlangen der umfassenden Gesamtkompetenz für die Arbeit im und am Walde. Durch Integration und entsprechend gewichtete Vermittlung von Fach-, Methoden- und Sozialkompetenz sehen wir den Förster der Zukunft als Universalisten, dessen umfassende Ausbildung ihm auch andere Berufsfelder offenhält. Der künftige Förster soll nicht nur Botschafter des Waldes sein, sondern seine Kompetenz auch in der Landschaftsverwaltung, im Naturschutz und der Gewässerpflege beweisen können.
Der Leiter der Sektion IV - Forstwesen, SC Dipl.-Ing. Gerhard Mannsberger betonte bei dieser Feier die Bedeutung des Waldes für Österreich und die Gesellschaft als prägendes Landschaftselement, unabdingbaren Wirtschafts-, Schutz-, Erholungs- und Wohlfahrtsfaktor sowie als ökologische Ressource. Es ist oftmals gar nicht mehr bewusst, welche harte Arbeit und welches Know-how für seine Bewirtschaftung notwendig sind. Der Wirkungsbereich des Försters wird auch im Zukunft im Wald liegen müssen, wobei der Förster die Funktion des Waldmanagers und des ‚Infobrokers’ übernimmt, der Wissen vernetzt, selbst nutzt, aber auch für jene zugänglich macht, die Problemlösungen im Bereich des Waldes suchen. "Letztendlich geht es um die nachhaltige Absicherung der Bedürfnisse sowohl der Waldeigentümer als auch der Gesellschaft.
Die Forstwirtschaft ist stolz darauf, den Begriff der Nachhaltigkeit nicht nur geprägt zu haben, sondern als Handlungsprinzip voranzustellen.



