Abschlusslehrfahrt 5A
| Am Montag Vormittag führte uns FD Dipl.-Ing. Hubertus Fladl auf den Leopoldsberg (östlichster Punkt der Alpen) und erläuterte betriebliche, botanische, geologische und geschichtliche Besonderheiten des Stiftes. |
Zugleich hatten wir einen wunderbaren Blick auf Wien. Der Leopoldsberg ist auch ein Teil einer Kernzone des Biosphärenparks Wienerwald. Am Nachmittag konnten wir das Spanplattenwerk Egger in Unterradlberg besichtigen. Bei der Produktion wird zum Großteil Pappel, Buche, Fichte und Eiche verwendet. Der Dienstag war der Frage der Laubwertholzproduktion im oberösterreichischen Zentralraum gewidmet. HR Dipl.-Ing. Christoph Jasser, Ing. Walter Pachler, Andreas Schuster und Dipl.-Ing. Alfred Söllradl vom Oberösterreichischen Landesforstdienst führten uns. Auf der ersten Fläche wurde uns anhand von Schautafeln die Wertholzproduktion von Laubholz mit Hilfe von Daten der Wertholzsubmissionen der letzten Jahre erläutert. Am zweiten Standort wurde uns ein missglückter Versuch einer Stieleichen- Hainbuchen-Rotbuchen- Eschen und Bergahorn – Aufforstung gezeigt, auf der nun als Notlösung die Birke zu Wertholz herangezogen wird. Zum Abschluss besichtigten wir eine Aufforstung (Schwarzerle, Ahorn, Wildkirsche, Stieleiche - Hainbuche) in der Gemeinde Bad Schallerbach, wo auf besten Standorten die zukünftigen Wertträger bereits sehr gut sichtbar sind und der erfolgreiche Weg der Laubholzproduktion auf Schiene ist.
Am Mittwoch stand der Nationalpark “Bayrischer Wald” auf dem Programm, wo wir von Forstamtsrat Reinhold Weinberger geführt wurden. Das Thema am Donnerstag war das Spannungsfeld “Naturschutz und Forstwirtschaft”. Wir wurden von Dipl.-Ing. Hermann Hinterstoisser, Ing. Dr. Gerald Schlager, Ing. Manfred Mandler und Walter Ortleitner in das Naturwaldreservat Gaisberg geführt. Der Gaisberg wird von ca. 700.000 Personen besucht und versorgt 35000 Einwohner mit Trinkwasser. In den achtziger Jahren entschloss man sich, auf dem Gaisberg ein Naturwaldreservat zu errichten, um bedrohten Tier- und Pflanzenarten eine Rückzugsmöglichkeit zu geben.Wildbach mit der Gebietsbauleitung Pinzgau/Zell am See stand am Freitag auf dem Programmm, wobei wir von Dipl.-Ing. Johann Gratz geführt wurden. Das Einzugsgebiet des Schmittenbaches war um die Mitte des 19. Jhd. fast vollständig entwaldet. In der Folge gingen immer wieder nach schweren Gewittern Muren ab. Deswegen wurden die sonnseitigen Almen aufgekauft und zum Schutz vor Lawinen und Muren aufgeforstet. Seit dem Aufforstungsbeginn wurden zirka 763.000 Pflanzen versetzt. - 5A



