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Exkursion: Wildnisgebiet Dürrenstein, 5. JG

Förster Ing. Reinhard Pekny von der Schutzgebietsverwaltung erläuterte uns die Entstehungsgeschichte und den Nutzen des heutigen Naturschutzgebietes

Besonders bemerkenswert ist die Art der Betreuung, die dieser Wald fordert. Nicht nur strenge Auflagen, sondern auch intensive Kontrollen sowie Maßnahmen zum Schutz, wie z.B. begrenzte Besucherzahlen, zeigen uns die vielfältigen Aufgaben und Schwierigkeiten, die ein Förster in diesem Gebiet hat. Ein wichtiger Garant für ein intaktes Ökosystem sind bereits am Boden liegende, vermodernde Bäume. Diese sind wichtige Nährstofflieferanten für den nachfolgenden Bestand. Ein Baum vom ersten Lebensjahr bis hin zum Absterben und Verrotten erfüllt in jedem Teil seines Daseins wichtige Funktionen. So ist jeder Baum für einen Zeitraum von tausend Jahren ein wichtiger Teil des Lebensraumes. Am nächsten Punkt unserer Exkursion wurden uns die höchsten Bäume des Alpenbogens gezeigt. Unter anderem war ein so genannter Urwaldriese, eine Fichte mit 61 m Höhe dabei. Noch am selben Standort erfuhren wir, dass Pilze die größten Lebewesen auf der Erde sind. Ein Hallimasch-Pilzgeflecht mit einer Größe von rund 850 ha wurde von Schweizer Wissenschaftern anhand von DNA-Analysen in einem Nationalpark entdeckt. Eine besondere Vielfalt von Pilzpopulationen konnte vor allem im Urwald durch die unberührte Natur festgestellt werden. Auf dem Weg zu unserem nächsten Exkursionsziel konnten wir einige interessante Impressionen über das Erscheinungsbild eines Urwaldes sammeln. Ein besonders großes Problem stellen die ständig schwankenden Mäusepopulationen dar. So kann in einem Mastjahr die gesamte fruktifizierende Masse den Mäusen zum Opfer fallen. Als letzen Punkt unserer Exkursion wurde uns eine im Randbereich befindliche Windwurffläche gezeigt. Auf dieser Fläche wurde nur einmal in den Bestand eingegriffen. Der ehemalige Forstmeister versuchte auf einer Fläche von 10 ha keine Aufräumarbeiten durchzuführen und den Bestand ganz der Natur zu überlassen. Vergleichbar mit der angrenzenden Fläche, die allerdings geräumt wurde, befand sich auf der naturbelassenen Zone eine artenreichere Baumvegetation. - David Sieghartsleitner, Manuel Völkl

Themen aus dem Lebensministerium

  • Waldentwicklungsplan 4.10.2012, 16:16 Uhr
  • Wald-Begleiter 8.06.2012, 16:36 Uhr
  • Der österreichische Wald 19.10.2011, 12:00 Uhr
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