Exkursion: Forstbetrieb Inneres Salzkammergut - ÖBf AG, 5. JG
| Forstwirt DI Hubert Gugganig betreut die Problemflächen im steirischen Salzkammergut. Durch den Sturm Kyrill ... |
wurden in dieser Region ca. 600.000 fm Schadhölzer geworfen. Oberstes Gebot ist die rasche Aufarbeitung des Sturmholzes, um Folgeschäden am Ökosystem und für den Forstbetrieb zu minimieren. Auf die Prioritätenreihung bei der Aufarbeitung wie Sonn- vor Schattseiten, Tief- vor Hochlagen, Einzel- vor Flächenwürfen usw. wurde besonderes Augenmerk gelegt. Auf einigen bereits aufgeräumten Flächen sahen wir aufgestellte und mit Pheromonen beköderte Prügelfallen. Die ÖBf-AG gilt als Pionier bei dieser innovativen Art der Borkenkäferbekämpfung. Alle 30 bis 50 m wird eine Falle aufgestellt, um die nötige Effizienz zu erreichen. Die Fallen werden alle 14 Tage kontrolliert.Im Zuge der Exkursion besichtigten wir ein einen Valentini- Seilkran mit einem Prozessor, der auf Langstrecken spezialisiert ist und im Revier Grundlsee an die 800 Meter weit gespannt war. Zusätzlich war noch ein Baggerprozessor dabei. Das Problem an dieser Fläche war, dass der Bestand sehr steil war und nur von oben erreichbar, weil talseitig der Grundlsee angrenzt. Der nächste Exkursionspunkt führte uns zu einem Mounty 4000 mit Prozessor. Auf diesem Standort wurde Starkholz im Baumverfahren gerückt. Anschließend besichtigten wir weiter talwärts einen Trockenlagerplatz. Nicht- Derbholz und Holz von schlechterer Qualität wird hier zwischengelagert. Der letzte Punkt führte uns zu einem Nasslager, wo Holz mit besserer Qualität gelagert wird. Zurzeit liegen dort 27.000 fm Rundholz. Die Exkursion war für uns waldbaulich, forstschutzmäßig und arbeitstechnisch äußerst interessant und zeigte uns, mit welchen Herausforderungen man heute im Forstbetrieb konfrontiert wird. - Matthias Moro



